Meeting Management

Kreative Einstiege in Teamsitzungen: Erfolgsgrundlagen legen

Der Beginn eines Meetings erfährt für dessen Produktivität eine hohe Bedeutung: Hier wird der Grundstein für spätere Erfolge gelegt. Hier finden Sie wertvolle Tipps und Techniken, um diese entscheidende Phase zu meistern.

Tobias Kortas
Tobias Kortas
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In vielen Angelegenheiten entscheidet vor allem der Beginn über den späteren Erfolg. Wir kennen es aus dem Kontext diverser Sportarten, dass es vor allem auf den Start ankommt: Hier wird die Basis für ein erfolgreiches Rennen gelegt. Auch treffen wir Entscheidungen häufig innerhalb von Sekunden – der erste Eindruck hat eine enorme Wirkung.

Genauso verhält es sich in Meetings: Wer bei der Moderation einen positiven Einstieg in eine Teamsitzung findet, schafft die Grundlage für eine produktive Kollaboration. Im Vordergrund steht es hier, sich die ungeteilte Aufmerksamkeit der Teilnehmenden zu sichern, eine positive Atmosphäre entstehen zu lassen und sie harmonisch in die Sitzung zu führen. Wo insbesondere virtuelle Führung vor allem in Meetings stattfindet und der Beginn eine entscheidende Wirkung hat, sollten wir auf den Einstieg in Meetings ein spezielles Augenmerk werfen.

Auch wenn die Frühphase nur einen geringen Anteil der Gesamtzeit einer Sitzung ausmacht, sind doch besonders hier kreative Ideen gefragt. So spielt es die entscheidende Rolle, das Eis zu brechen und die Teilnehmenden mitzureißen. Hier geht es auch vermehrt um Erwartungen: Stimmen Sie Ihr Team auf ein weiteres langweiliges Meetings ein oder bereiten Sie es darauf vor, wirklich etwas erreichen zu wollen? Soll die Teamsitzung produktiv sein, einen Unterschied machen und echte Mehrwerte für Ihr Unternehmen bringen, so müssen Sie in dieser Phase geschickt agieren.

Stellt der Einstieg in ein Meeting ohne Zweifel eine Herausforderung dar, so gibt es doch einige Techniken, um diesen positiv und erfolgversprechend zu gestalten. Eben diese thematisieren wir in diesem Artikel. Ergo geht es hier – für die erfolgreiche Eröffnung eines Meetings und die Einstimmung auf eine Teamsitzung – um Folgendes:

  • einen kreativen Einstieg

  • einen lustigen Einstieg

  • Eisbrecherfragen

  • Eisbrecherspiele

 

Die Eröffnung des Meetings – den Flow bekommen

Den Beginn eines Meetings prägt stets die Begrüßung, welche Sie als Moderierender übernehmen. Bereits in diesem Moment kommt es darauf an, der Sitzung den nötigen Schwung zu verleihen: Wer hier einfallslos und ohne den gewissen Spirit agiert, kann sicher kein Meeting voller Ideen und Glanzmomente erwarten. Ganz anders verhält sich diese Phase mit kreativen Lösungen für den Einstieg – setzen Sie diese richtig ein, bereiten Sie den Weg für produktive, erfolgreiche Besprechungen. Somit kommt einem gelungenen Einstieg eine ähnliche Bedeutung wie der richtigen Meeting-Vorbereitung zu.

Doch wie gelingt es nun, einen möglichst kreativen Einstieg in eine Teamsitzung zu finden? Hier haben wir einige Methoden für Sie zusammengestellt – für möglichst hohe Mehrwerte in Meetings.

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Eine positive Atmosphäre schaffen

Bereits während der Begrüßung sollte es darum gehen, die Teilnehmenden zu motivieren. Das Ziel des Moderierenden bildet es hier, die Teammitglieder positiv zu stimmen und ein möglichst angenehmes Klima entstehen zu lassen. Durch sogenanntes “rapport building” gelingt es, die Grundlagen für spätere Erfolge zu schaffen. Dies ist auf verschiedene Weise möglich: Zum Beispiel kann jeder kurz über ein positives Erlebnis in seiner Arbeit sprechen. Dabei muss es nicht immer um große Erfolge gehen, vielmehr haben bereits kleine positive Erlebnisse – wie gering sie uns auch erscheinen mögen – einen hohen Wert.

 

Auch Gesten wie Danksagungen können das Meeting in die richtige Richtung bringen. Umso mehr gilt dies, je individueller Sie auf die Situation der Teilnehmenden eingehen.


Eventuell wurde vielen durch einen vollen Terminkalender die Teilnahme erschwert, die Uhrzeit ist besonders früh beziehungsweise spät oder viele sind in ein anstehendes Projekt involviert. Wichtig ist es, Empathie zu zeigen und Verbundenheit aufzubauen. 

Von großem Vorteil kann es auch sein, Teilnehmende als Experten anzusprechen. Indem ein Teammitglied durch den Expertenstatus Wertschätzung erfährt, ist es eher geneigt, in der Teilnahme einen wichtigen Sinn zu sehen und das Meeting durch seine Beiträge zum Erfolg zu bringen. Anerkennung bildet hier einen Schlüsselbegriff. 

 

Die Relevanz und die Zielsetzung ausarbeiten

Sind die Zielsetzung und die Relevanz eines Meetings für den Moderierenden zumeist sehr klar, so kann dies für die Teilnehmenden ganz anders aussehen. Ergo lohnt es sich, deren Perspektive einzunehmen. Es kommt darauf an, das Vorwissen der Teilnehmenden nicht zu überschätzen und jeden beim individuellen Wissensstand abzuholen. Somit sollten Sie zum Einstieg einer Teamsitzung das Thema zumindest in einigen Sätzen erläutern, anstatt gleich in die Diskussion einzusteigen. Einige Hintergrund-Informationen können hohe Wirkungen erzielen. Es empfiehlt sich, hier möglichst kreativ zu sein: Je mehr Ihre Ausführungen dem Muster einer Geschichte folgen, desto wahrscheinlicher ist die Aufmerksamkeit der Teilnehmenden.

Ferner sollte jeder erkennen können, wozu die individuelle Teilnahme nötig ist und welche Relevanz sich für die eigene Arbeit ergibt. Je mehr Sinn und Eingebundenheit die Teammitglieder erkennen, desto höher werden das Engagement und die Zielorientierung.

 

Interaktivität fördern: das Stimmungsbarometer

Gefühle und die Unternehmenswelt passen für viele nicht zusammen. Doch längst halten Prinzipien wie die psychologische Sicherheit Einzug in die Meeting-Kultur. Um dem gerecht zu werden, lohnt es sich, auf die Stimmung der Mitarbeitenden einzugehen – besonders bei einer offensichtlichen Demotivation. Ein Stimmungsbarometer lässt sich auf ganz verschiedene Weise integrieren, sei es durch Smileys oder eine selbst entworfene Skala. Hier kann auch jeder die Gelegenheit bekommen, die eigene Stimmung zu kommentieren. Dabei sollte es weniger um die Suche nach Gründen für eventuelle schlechte Stimmung als vielmehr um Lösungen gehen. So steht es im Vordergrund, dass möglichst jeder gut gelaunt, motiviert und lösungsorientiert am Meeting teilnehmen kann.

 

Lockere Einstiege in eine Teamsitzung – Eisbrecher-Fragen

Ging es bis hierhin vermehrt um die positive Gestaltung des Meeting-Einstiegs, so wollen wir nun verstärkter Techniken dafür in den Blick nehmen. Insbesondere sind gekonnte Einstiege und sogenannte Eisbrecher-Fragen von hohem Wert. Hier geht es darum, die Teilnehmenden abzuholen, die Energie zu bündeln und sich gemeinsam auf das Ziel zu fokussieren.

Im Vordergrund steht es, einzelne Personen aus ihren Gedanken zu holen und die Konzentration auf den Augenblick zu lenken. Gewisse Eisbrecher-Fragen eignen sich hervorragend, um der Stille im (virtuellen) Raum zu begegnen und die Teilnehmenden zur Produktivität zu ermutigen. 

 

Eisbrecher-Fragen für die Meeting-Eröffnung im Überblick 

Wichtig ist: Fragen zum Einstieg in eine Teamsitzung müssen nicht immer etwas besonders Bedeutsames in sich tragen. Stattdessen geht es schlichtweg darum, Aufmerksamkeit zu erregen, für Abwechslung zu sorgen und die Teilnehmenden zu Beiträgen anzuregen.

Dabei können etwas Humor und lustige Einstiege genau richtig sein. Wichtig ist hier die Zielorientierung: Eröffnungsfragen sollten der Konzentration auf die jeweiligen Meeting-Themen zuträglich sein und keineswegs davon ablenken. Des Weiteren ist es entscheidend, das Positive der Arbeit herauszustellen. 

 

Beispiele für motivierende Eisbrecher-Fragen

Vorstellbar sind zum Beispiel diese Eisbrecher-Fragen – zur Zielorientierung und Motivation:

  • Was kannst du besonders gut? Womit bist du während deiner bisherigen Karriere positiv aufgefallen?

  • Was macht dir in einer typischen Arbeitswoche Spaß – was spornt dich an?

  • Welche Arbeitsergebnisse machen dich stolz? Wo liegen deine Prioritäten?

  • Wodurch bekommst du das Gefühl, vorwärts zu kommen?

  • Welche Partnerschaften bei der Arbeit sind für dich die besten? Wie profitierst du davon?

 

Lustige Eisbrecher-Fragen für Teamsitzungen

Wenn es etwas lustiger zugehen soll, empfehlen sich zum Beispiel diese Eisbrecher-Fragen: 

  • Welches war der schlechteste Film, den du jemals gesehen hast?

  • Was ist eine “nutzlose” Fähigkeit von dir?

  • Gibt es seltsame oder witzige Traditionen in deiner Familie?

  • Welchen Ort auf der Welt würdest du nie wieder bereisen? Wo möchtest du noch hin?

  • Welcher Gegenstand ist dir besonders wichtig? Was verbindest du mit ihm?

 

Beispiele für eine Eisbrecher-Frage zur Inspiration

Für Inspiration bieten sich zum Beispiel diese Fragen an:

  • Wer war dein Vorbild, als du ein Kind warst? Wem hast du nachgeeifert? 

  • Wen bewunderst du? Aus welchen Gründen?

  • Welches ist die mutigste Person, die du kennst? Was macht sie aus?

  • Wobei handelt es sich um einen deiner größten Erfolge? Wie hast du das erreicht?

  • Welche Eigenschaften von Kollegen beeindrucken dich?

     

Optimal läuft es, wenn die Eisbrecher-Fragen sogar zur Meeting-Agenda hinleiten, als Brainstorming-Methode fungieren oder zur Generierung von Mehrwerten beitragen. Wesentlich ist es jedoch, das Team durch einen kreativen Einstieg auf die Sitzung einzustimmen und die Zusammenarbeit zu fördern.

 

Eisbrecher-Spiele: Teambuilding und Kommunikation stärken

Zur Einstimmung auf eine Teamsitzung bieten sich – als Alternative zu Eisbrecher-Fragen – auch Eisbrecher-Spiele an. Richtig eingesetzt, fördern sie die Kommunikation, stärken das Teambuilding und erleichtern das Zusammentreffen unterschiedlicher Persönlichkeiten.

Hier präsentieren wir Ihnen drei ausgewählte Eisbrecher-Spiele: 

 

Wahrheit oder Lüge?

Bei diesem Spiel erzählt jede Person drei spannende oder lustige Fakten über sich selbst – eine Aussage davon ist gelogen. Nun muss das Team gemeinsam überlegen, was wahr und was falsch ist. Im Anschluss daran ist das nächste Teammitglied an der Reihe.

Dieses Spiel fungiert nicht nur als Meeting-Einstimmung, sondern hilft den Mitarbeitenden auch, sich untereinander besser kennen zu lernen. 

 

Wer bist du?

Natürlich sollte man davon ausgehen, dass sich die Teilnehmenden an einer Teamsitzung untereinander kennen. So zielt dieses Spiel mehr auf Aufmerksamkeit, Abwechslung und Teambuilding als auf das gegenseitige Kennenlernen ab: Es geht darum, sich selbst der Reihe mithilfe von drei Begriffen, die den gleichen Anfangsbuchstaben wie der eigene Vorname haben, zu beschreiben. Dabei kennt es weniger um besonders treffende Beschreibungen – auch wenn diese zuträglich sind – als um lustige Assoziationen. 

 

Vorsätze austauschen

Das Prinzip ist simpel: Zur Eröffnung eines Meetings mischen sich die Teilnehmenden untereinander – was mithilfe verschiedener Tools auch virtuell möglich ist. Dabei teilen sie sich gegenseitig mit, was sie zur Teamsitzung beitragen möchten. Es geht darum, mit möglichst vielen Personen zu sprechen und die entsprechenden Beiträge schließlich auch zu leisten. Der Gedanke dahinter ist, dass die Teammitglieder Sitzungen aktiv effizienter gestalten anstatt das Meeting bloß zu verfolgen.

Es kommt darauf an, dass die entsprechenden Eisbrecher-Spiele kurz sind, die Team-Dynamik positiv beeinflussen und eine produktive Zusammenarbeit während des Meetings begünstigen.

 

Fazit: Den Startschuss erwischen

Wir haben gesehen, dass die Eröffnung einer Teamsitzung für deren Erfolg eine entscheidende Rolle spielt. Auch wenn der Einstieg nur einen geringen Anteil der Gesamtzeit eines Meetings beansprucht, fällt doch vordergründig hier die Entscheidung über dessen Produktivität. Ergo profitieren Führungskräfte und Moderierende sehr davon, wenn sie sich auf diese Phase eines Meetings verstärkt konzentrieren.

Bei der Eröffnung eines Meetings sind besonders kreative und lustige Einstiege gefragt. Maßgebliche Herausforderungen liegen darin, eine positive Atmosphäre zu schaffen, den Fokus auf die aktive Teilnahme an der Sitzung zu legen und eine effiziente Zusammenarbeit zu ermöglichen. 

Als Techniken für den Einstieg in Meetings bringen einige Eisbrecher-Fragen und -spiele – richtig eingesetzt – hohe Vorteile mit sich. Wie es der Name bereits sagt, geht es hier darum, Stille und Passivität zu antizipieren. Ferner liegen entscheidende Nutzenfaktoren im Teambuilding sowie bei der Einstimmung auf produktive Interaktionen.

Schlussendlich führen auch Humor und Lockerheit zu produktiveren Meetings. Ergo sollten Sie sich weniger auf strikte Vorgaben versteifen, als vielmehr die Stimmung im (virtuellen) Raum wahrzunehmen und diese möglichst positiv zu beeinflussen. Energie in den Einstieg einer Teamsitzung zu investieren, lohnt sich: Schließlich halten Sie mit gut gelaunten respektive aktiven Teilnehmenden eher eine effiziente Sitzung ab, als dass Sie bei einer mittelmäßigen Stimmung vom strikten Durchboxen einer Agenda profitieren.

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Tobias Kortas
Tobias Kortas
Über den Autor
Tobias ist ein erfahrener Texter, der gerne wertvolle Inhalte erstellt. Durch seinen journalistischen Hintergrund hat er einen tiefen Fokus auf Themengebiete wie Meeting Management, digitale Transformation und agile Führung.