Aufsichtsratssitzungen

Warum Marktinformationen Sitzungen unterstützen sollten, statt ihnen hinterherzuhinken

Aufsichtsräte brauchen strategischen Kontext zum Zeitpunkt der Entscheidung, nicht im Nachhinein. Dieser Artikel zeigt, wie sich Marktinformationen sinnvoll in den Sitzungsablauf einbetten lassen – damit Führungskräfte schneller entscheiden, besser vorbereitet sind und souverän führen.


Bei der Vorbereitung strategischer Entscheidungen zählen Timing und Kontext. Doch Marktinformationen treffen oft zu spät ein, um die Diskussion zu beeinflussen, oder kommen aus Tools, die von der Vorbereitung un dem Ablauf von Sitzungen entkoppelt sind. 

Daten zu Branchentrends, Bewertungen oder Transaktionen sind zwar vorhanden, zirkulieren aber meist als statische Berichte oder Analysten-Zusammenfassungen. Wenn sie im Aufsichtsrat ankommen, ist der richtige Moment oft schon verstrichen. 

Genau dort, wo Klarheit am dringendsten gebraucht wird, entsteht Reibung. Entscheidende Kontexte fehlen – gerade dann, wenn es gilt, Vorschläge zu bewerten, Annahmen zu hinterfragen und Weichen zu stellen. Wie Nevin Raj, COO und Mitgründer von Grata, sagt: „Es gibt eine enorme Menge an Informationen, die für Verwaltungsräte relevant sein könnten – aber sie sind nicht zentral verfügbar. Und da viele Mitglieder ihr Engagement aufteilen, rutschen Marktbewegungen oft auf der Prioritätenliste nach unten.“ 

Was wäre, wenn aktuelle Marktsignale direkt in den Sitzungsablauf eingebettet wären? In diesem Artikel denken wir neu – nicht mit zusätzlichen Schritten, sondern mit Kontext, der dort auftaucht, wo der Aufsichtsrat ohnehin arbeitet. 

Wir schauen uns an: 

  • Warum das für M&A so entscheidend ist 
  • Was verloren geht, wenn Entscheidungen und Daten getrennt sind 
  • Wie eingebettete Informationen Verwaltungsräte schneller, abgestimmter und sicherer entscheiden lassen 
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Wie Timing und Kontext die M&A-Überwachung beeinflussen

Im M&A-Bereich entscheidet das Timing über den Erfolg. Wer auf Informationen außerhalb der Sitzung wartet, verpasst oft die Chance, den größten Einfluss zu nehmen. 

Sobald sich eine Gelegenheit abzeichnet, können sich die Rahmenbedingungen rasch ändern: Bewertungen schwanken, das Wettbewerbsinteresse steigt und Marktsignale werden schwerer lesbar. 

Aufsichtsräte, die sich auf statische Berichte verlässt oder externe Informationen erst in letzter Minute erhalten, reagiert nur noch, statt aktiv mitzugestalten. Wie Nevin sagt: „Timing kann entscheidend sein, beim Exit, bei einer Kapitalerhöhung oder dem Start eines neuen strategischen Vorhabens, so dass man nicht zurückfällt.“ 

Wenn relevanter Kontext schon in der Vorbereitung vorliegt, können sich Aufsichtsräte besser auf die anstehenden Entscheidungen konzentrieren. Sie erhalten ein klareres Bild der Marktentwicklung und der Positionierung vergleichbarer Unternehmen. Dabei zählt Genauigkeit, wie Nevin erklärt: „Fakten statt Anekdoten. Präzision statt Schätzungen (also lieber 'Bewertungen sind um 11 % gefallen' statt 'Bewertungen sind gesunken').“ So gelingt eine stärkere Aufsicht – und interne Vorschläge lassen sich fundierter hinterfragen. 

Kontext entfaltet seinen größten Wert, wenn er vor der Diskussion verfügbar ist – nicht als nachträgliches Add-on oder als Zusammenfassung nach dem verpassten Moment. 

Was verloren geht, wenn Marktinformationen und Entscheidungen voneinander getrennt sind 

Aufsichtsratsmitglieder sind oft auf Analysten, Berater oder interne Teams angewiesen, wenn es um Marktinformationen geht. Doch die Art der Weitergabe sorgt für Reibung: Meist kommen sie in Form von statischen Präsentationen, PDFs oder Exporten – losgelöst von den Tools, mit denen die Sitzungen vorbereitet werden. 

Diese Trennung stört den Arbeitsfluss. Der ständige Wechsel zwischen Systemen erschwert die Abstimmung – und macht es schwieriger, relevante Signale im Blick zu behalten. Befindet sich das Wissen außerhalb der Diskussion, verliert es an Wirkung. 

Wichtige Kontexte gehen dabei oft ganz verloren – nicht weil sie wertlos wären, sondern weil sie im entscheidenden Moment nicht sichtbar sind. Nevin bestätigt: „Das Ganze ist oft ad hoc und anekdotisch, ohne vollständige Marktübersicht. Da wird ein Artikel herumgeschickt (zum Beispiel eine aktuelle M&A-Meldung) und man erwartet, dass auf dieser Basis entschieden wird.“ 

Mit der Zeit summieren sich diese Lücken. Die Diskussionen im Aufsichtsrat verlieren an Marktbezug – und stützen sich immer stärker auf interne Annahmen. 

Entscheidungen hinken der Realität hinterher – oder spiegeln nicht wider, was Wettbewerber längst umsetzen. Nevin merkt an: „Aufsichtsräte haben in ihrem eigenen Marktumfeld zwar meist ein gutes Gespür für große Finanzierungsrunden, M&A oder Veränderungen bei öffentlichen Bewertungen.“ Und weiter: „Aber sie übersehen häufig Entwicklungen in angrenzenden Märkten – die heute vielleicht irrelevant scheinen, morgen aber maßgeblichen Einfluss haben könnten.“ 

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Wie Aufsichtsräte strategische Informationen künftig erhalten sollten 

Die herkömmliche Vorgehensweise setzt darauf, dass Informationen dem Aufsichtsrat zugespielt werden – über Updates, Präsentationen oder Berichte. Doch der wahre Wert strategischer Informationen liegt weniger im Inhalt selbst, sondern darin, wann und wo er verfügbar ist. 

Es zeichnet sich ein sinnvolleres Muster ab: 

  1. Strategische Signale sind direkt mit Traktanden verknüpft 
  2. Relevanter Kontext ist Teil der Vorbereitung – nicht ein später Zusatz 
  3. Informationen zu Deals, Bewertungen oder Wettbewerbern erscheinen dort, wo auch die Besprechungsunterlagen liegen 

Dieser Ansatz macht Tool-Wechsel und Last-Minute-Ergänzungen überflüssig. Noch wichtiger: Er hebt das Ausgangsniveau der Diskussionen an. Die Frage ist nicht mehr, ob genügend Informationen vorliegen – sondern ob die richtigen Fragen gestellt werden, unterstützt durch aktuellen, relevanten Kontext. Kein neuer Prozess, sondern eine feine Verbesserung dessen, was bereits funktioniert. 

Wie könnte eingebettete Marktintelligenz konkret aussehen? 

Wie Nevin erklärt: „Aufsichtsräte könnten fundiertere Entscheidungen zur Kapitalverwendung treffen – ob für organisches oder anorganisches Wachstum.“ Voraussetzung dafür sei jedoch, so Nevin, „eine klare und konsistente Berichterstattung über Markt- und Wettbewerbsbewegungen – insbesondere Deals (M&A und Finanzierungsrunden), neue Marktteilnehmer und Bewertungsentwicklungen“. Werden solche Signale direkt in den Tools sichtbar, die auch für die Vorbereitung genutzt werden, sind sie keine Zusatzaufgabe mehr – sondern Teil des Arbeitsflusses. 

So könnte das konkret aussehen: 

  • Parameter definieren: Legen Sie die Parameter dafür fest, welche Informationen Sie erhalten möchten – etwa zu IhreDetails zu Ihrem Unternehmen, Ihren Wettbewerbern, Ihrer Branche oder anderen Kategorien von Marktinformationen, zum Beispiel zu Führungspersonen in relevanten Organisationen, sie für Sie interessant sein könnten. 
  • Benachrichtigungen prüfen: In Sherpany werden auf Basis dieser Parameter Hinweise angezeigt – mit den führenden Marktinformationen von Grata. 
  • Agenden füllen: Zeitkritische Hinweise fließen direkt in Sherpany ein und lassen sich mit einem Klick auf die Agenda setzen – bereit zur asynchronen Diskussion mit den anderen Sitzungsteilnehmenden. 

Der Wert dieser Signale liegt darin, dass Aufsichtsräte und Führungsteams mit dem Markt Schritt halten – und entschlossener handeln, statt Chancen zu verpassen. 

Ist dieser Kontext einfach zugänglich, fördert er klarere Diskussionen und bessere Entscheidungen – ohne zusätzlichen Aufwand für das Gremium oder das unterstützende Team. 

Was würde M&A-fokussierten Aufsichtsräten und Führungsteams ermöglichen? 

Erhalten Aufsichtsräte und Führungsteams schon in der Vorbereitung Zugriff auf aktuelle Marktsignale, verbessert sich die Entscheidungsfindung. Akquisitionen, Desinvestitionen und Kapitalallokation lassen sich dann im Licht aktueller Branchentrends bewerten – und nicht auf Basis veralteter Annahmen. 

Dieser Wandel bringt mehr Fokus in die Vorbereitung. Anstatt Hintergrundmaterial zu jagen oder in letzter Minute Informationen einzuholen, starten Aufsichtsräte mit einem gemeinsamen Verständnis für die externe Lage. So stellen sie gezieltere Fragen – und hinterfragen Vorschläge konstruktiv und mit Substanz. 

Sitzungen verlaufen zügiger. Die Diskussion dreht sich um Handlung statt Abstimmung – weniger Reibung, schnellere Entscheidungen und mehr Vertrauen in die zugrunde liegende Marktlage. 

Governance, Entscheidungsfindung und Marktinformationen sinnvoll verbinden 

Wenn Aufsichtsräte und Führungsteams strategischen Kontext direkt in ihren Arbeitsablauf integrieren, verändert sich einiges: 

  1. Sitzungen verlaufen fokussierter 
  2. Die Vorbereitung wird leichter, nicht schwerer 
  3. Aufsicht lässt sich einfacher ausüben – besonders für Nicht-Exekutivmitglieder 

Dafür braucht es keine neuen Tools – sondern Kontext an den Stellen, wo er Entscheidungen am besten unterstützt. 

Das kann heißen: Kontext direkt neben einem Traktandum. Ein Unternehmensprofil, das direkt aus der Sitzungsmappe aufrufbar ist. Oder Bewertungen, die beim Kapitalallokationspunkt sichtbar sind. 

Mit steigenden Erwartungen und kürzeren Entscheidungszyklen muss auch die Governance mithalten. Aufsichtsräte und Führungskräfte sollten nicht auf Kontext warten müssen – oder ihn in separaten Updates anfordern. 

Je stärker Kontext mit der Vorbereitung verknüpft ist, desto einfacher wird es, gezielte Fragen zu stellen und entschlossen zu handeln – ohne zusätzlichen Aufwand. Oder wie Nevin es formuliert: „KI hilft dabei, grosse Datenmengen aufzubereiten und auf den Punkt zu bringen – speziell für Aufsichtsräte.“ 

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